Alt werden mit Minimalismus?

Kann man bis ins hohe Alter mit einem minimalistischen Lebensstil leben?

Ich war letztens bei uns in der Stadt am Hauptknotenpunkt aller Straßenbahnen und beobachtete Rentner, die Flaschen sammelten, um ihren Lebensunterhalt ein wenig aufzubessern. Da ist mir die Frage gekommen: „Kann mir das Gleiche auch passieren, wenn ich minimalistisch lebe oder bin ich dann sowieso ein genügsamer Mensch, der mit weniger auskommt, als andere Menschen, die nicht minimalistisch leben?“

Ich gehe davon aus, dass ich in der Rente sowieso nicht mehr viel Geld raus bekomme und es stattdessen ein Grundeinkommen für alle Menschen geben wird. (Das wäre fast Wert ein eigenes Thema daraus zu machen.) Wenn angenommen andere Menschen, die noch arbeiten und sich an ein Einkommen von 1.600 € netto gewöhnt haben, dann in die Rente kommen, werden sie sehr viel weniger Rentenbezüge bekommen. Nach Rechnungen etwa 700 €. Diese werden warscheinlich erstmal schlucken,  sofern sie privat nicht vorgesorgt haben. Wenn ich von mir aus, aber jetzt schon nur mit 1.100 € netto rechne, ist das für mich viel weniger schmerzhaft als für die anderen? Oder irre ich mich? Abgesehen davon, dass ich natürlich keine 700 € netto von der Rente bekomme – mir ist bewusst das ich länger arbeiten muss als andere Arbeiter, allerdings bin ich auch davon überzeugt, dass der Staat später immer noch min. 400 /500 € für jeden Menschen zu Verfügung gibt, um nicht zu verhungern, wenn es bis dahin nicht eh schon ein Grundeinkommen gibt. Also fehlen mir höchstes 500-700 € um auf das Gleiche zu kommen, wie ich aktuell habe und ich glaube bis ich in die Rente komme, werde ich noch weniger ausgeben müssen als heute – jetzt bin ich jung und suche das Abenteuer, möchte neue Technik, Kino hier – mit Freunden was unternehmen etc. Allerdings wenn ich mir meinen Opa anschaue, hat er viele dieser Sachen nicht mehr und legt auch keinen Wert drauf also ist mit dem Alter automatisch minimalistischer geworden.

Ich selbst lege auch was für die Rente zurück, weil ich sage: „Jetzt hab ich es über und wer weiß was bis dahin ist. Darüber hab ich im Ansatz schonmal im „Die leidigen Finanzen!“ Beitrag gesprochen.

Ich denke, wenn ich es klug anstelle, werde ich genau so viel haben oder sogar mehr haben als ich jetzt habe und brauche – außerhalb aller Ungewissheiten, die man nicht abschätzen kann. Ob Geld bis dahin überhaupt noch was wert ist etc. sind ja immerhin noch 40/ 50 Jahre bis ich in die Rente komme.

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